Dienstag, 19. Mai 2009

Projektskizze für die vorübergehende Nutzung des ehemaligen EDEKA-Supermarktes in der Aachener Strasse



PROJEKT X – Modernes Jugendsport- und Kulturzentrum

Projektskizze für die vorübergehende Nutzung des ehemaligen EDEKA-Supermarktes in der Aachener Strasse 65

In Trier und Umgebung gibt es mehrere Hundert Jugendliche und junge Erwachsene, die zur sogenannten Skater-Szene (Skateboard-, Inliner-, und BMX- Fahrer) zählen. Diese jungen Menschen betreiben in der Regel nicht die traditionellen Sportarten und sind somit auch nicht in den „normalen“ Sportvereinen organisiert. Ihre sportlichen Aktivitäten sind die sogenannten „Rollsportarten“. Diese gehören zwar mittlerweile zu den olympischen Disziplinen, dennoch bewegen sich diese jungen Menschen bei uns noch häufig am Rande der Gesellschaft und Legalität. Sie üben ihren Sport dabei mit Vorliebe an öffentlichen „Eventplätzen“ der urbanen Öffentlichkeit aus und zeichnen sich dabei oft durch ihre Kreativität (z.B. Nutzen von Treppen, Treppengeländern etc.) aus.

Seit der Eröffnung des GKN-Skateparks auf dem Petrisberg, der von Mitgliedern der Skater-Szene entscheidend mitgeplant wurde und bundesweite Beachtung fand, verfügen die „Rollsportler“ in Trier zwar über einen festen und guten Übungsplatz für die trockenen und wärmeren Monate, es fehlt aber eine überdachte Trainingshalle, die auch in der kalten und nassen Jahreszeit gewährleistet, dass sie für ihren Sport trainieren können. Es besteht für die immer größer werdende „Szene“ in Trier und Umgebung ein deutlicher Bedarf an Trainingsmöglichkeiten und Wettkampfplätzen, damit die jungen Menschen ihre frei gewählte Sportart ausüben können und wettbewerbsfähig werden.
Diese Gruppe hat sich daher an den Verein Palais e.V., dessen zentrales Anliegen die Förderung der individuellen und sozialen Entwicklung junger Menschen ist und der sich kontinuierlich im Sinne der Zielgruppe weiter entwickelt, gewand und um Unterstützung, vor allem im organisatorischen Bereich, gebeten.
Der Verein Palais e.V. wiederum sucht für seine Angebote im Bereich der Jugendberufshilfe konkret für das Projekt „TAKTIK –Treffpunkt für Aktivierung, Kommunikation, Trainings, Integration und Kultur“ aktuell ebenfalls Übungsräume für Kunst- und Kulturprojekte sowie Räume zur Qualifizierung Jugendlicher im Bereich handwerklicher und kreativer Grundfertigkeiten (z.B. Maurer, Maler, Steinmetz, Metallarbeiten, Ton etc.).
- Das Projekt TAKTIK, welches durch das Bundesprogramm XENOS - Integration und Vielfalt ermöglicht wurde und durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales, den Europäischen Sozialfond, die Stadtverwaltung Trier, die ArGe Stadt Trier sowie die Agentur für Arbeit finanziert wird, befindet sich seit Februar in der Aufbauphase und wird am 27.Mai 2009 in einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt.
Auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten wurden wir in der Aachenerstrasse dann fündig. Die dort zurzeit leerstehende Halle des ehemaligen EDEKA-Supermarktes bietet sich für diese Aktivitäten und damit ein gemeinsames Vorhaben von Angeboten des Palais e.V. und der Skater-Szene im Sinne von Jugendkultur und sportlichem Engagement gerade zu an, auch wenn dieses Gebäude nur vorübergehend genutzt werden kann. In dieser vorübergehenden Nutzung liegt aber auch die Chance um Erfahrungen zu sammeln und auszuprobieren, ob und wie ein derartiges Vorhaben in Trier angenommen wird und wie groß der tatsächliche Bedarf ist. Es können wichtige Erfahrungen in der Praxis gesammelt werden und die Idee eines modernen Jugendsport- und Kulturzentrum kann der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Nach Vorsprache beim Sport- und Sozialdezernent Herrn Bernading und Rücksprache mit dem Stadtvorstand wurde diese vorübergehende Nutzung über den Verein Palais e. V. ermöglicht, so dass das Projekt X gestartet werden kann.
Geplant ist nun die Halle in Eigenarbeit so herzurichten, dass sie für die Zielgruppe sowie für Angebote im Sinne des entstehenden aktivierenden Kurssystems des XENOS-Projektes des Palais e.V. für die verschiedenen Angebote nutzbar ist. Strom und Wasser (und Abwasser) sollen wieder angeschlossen sowie die Toiletten nutzbar gemacht und das bestehende Heizsystem den Anforderungen angepasst werden.
Alle Einbauten sollen mobil sein und jederzeit ohne großen Aufwand wieder entfernt werden können, so dass die Übergangsnutzung kein Problem darstellt.
Da die Halle sehr groß ist, kann sie gut unterteilt werden und für die verschiedenen Zielgruppen/Aktivitäten, die sich in ihrer Vielfältigkeit ergänzen, nutzbar gemacht werden:

Bereich mit Rampen für die Skater und BMX-Fahrer, ein Bereich für Graffiti, Design und verschiedene Verputz- und Maltechniken,Workshopbereich für Kunst und Kultur (Hip-Hop, Fotographie, etc.) Qualifizierungsbereich zum Erlernen handwerklicher Grundfertigkeiten Eingangs- und Ruhebereich.


Geplant ist, die Räumlichkeiten von Dienstag bis Samstag zu öffnen, die Gewährleistung der Öffnungszeiten und der sicherheitsrelevanten Bedingungen ist durch die Kooperation der Gruppe der Skater mit dem Bereich der Jugendberufshilfe und der Erlebnispädagogik des Palais e.V. gegeben. Es sollen verschiedene Aktivitäten auch gleichzeitig durchgeführt werden können und unterschiedliche Zielgruppen (sowohl jungen Menschen auf der Suche nach einer sinnvollen Freizeitaktivität als auch junge Menschen, die berufsorientierende und –vorbereitende Angebote wahrnehmen wollen) angesprochen werden. Dabei sollen sowohl allgemein öffentliche Angebote geschaffen werden, als auch gezielt Trainingsmöglichkeiten für die Zielgruppe der Skater sowie Qualifizierungsangebote für junge Menschen auf dem Weg in die Arbeitswelt geschaffen werden.












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